Tandem Speaker mit Peer-Person
Stimmen hörbar machen, Tabus brechen, Wandel anstossen
Sexuelle Gesundheit von Menschen mit Beeinträchtigung im KI-Zeitalter.
Sexualität gehört zum Menschsein – ohne Wenn und Aber. Auch im digitalen Raum. Heute fragen Menschen mit Beeinträchtigung nicht mehr nur ihre Bezugspersonen, wenn es um Liebe, Nähe und Sexualität geht. Sie fragen Chatbots. Sie suchen Kontakte über Apps. Sie verlieben sich vielleicht in einen KI-Begleiter. Die Frage ist nicht mehr, ob die Technik mitredet, sondern wer die Menschen dabei begleitet.
Warum
Jahrelang habe ich erlebt, was passiert, wenn Sexualität ausgeklammert wird: Menschen bleiben mit ihren Fragen allein. Heute sehe ich eine neue Entwicklung. Die Fragen bleiben nicht mehr unausgesprochen – sie werden einer Maschine gestellt.
Ich habe miterlebt, wie eine Person mit einer Frage zu Sexualität bei einer KI Rat gesucht hat und dabei falsche Informationen bekam. Sie hat ihnen vertraut, denn die Antwort klang sicher, freundlich und kompetent. Niemand war da, der nachgefragt oder eingeordnet hat. Genau das ist der Moment, in dem aus einer Chance ein Risiko wird.
Das Schweigen in vielen Institutionen hat eine Lücke hinterlassen. Und diese Lücke füllt nun der Algorithmus. Manchmal hilfreich. Manchmal falsch. Manchmal gefährlich.
Gerade Menschen mit Beeinträchtigung sind auf beiden Seiten besonders betroffen. KI kann ihnen Zugang verschaffen, der ihnen lange verwehrt war: Informationen in einfacher Sprache, rund um die Uhr, ohne Scham. Gleichzeitig sind sie verletzlicher für Falschinformationen, emotionale Abhängigkeit und digitale Übergriffe.
Und die Fachpersonen? Sie stehen doppelt allein da: mit dem Thema Sexualität, für das sie oft nie ausgebildet wurden, und mit einer Technik, die schneller ist als jedes Konzept. Genau deshalb spreche ich über dieses Thema. Bevor die Technik die Haltung ersetzt.
Was
In unserer Keynote verbinden wir Sexualpädagogik für Menschen mit Beeinträchtigung mit Peer-Person mit den Fragen, die künstliche Intelligenz neu aufwirft:
- KI als Türöffner: Wo Chatbots und digitale Angebote Selbstbestimmung stärken und Wissen zugänglich machen.
- KI als Risiko: Falschinformationen, KI-Begleiter und emotionale Bindung, Deepfakes, Sextortion und digitale Grenzverletzungen.
- Liebe und Partnerschaft digital: Dating-Apps, Social Media und Nähe auf dem Bildschirm.
- Selbstbestimmung und Schutzauftrag: Wie viel Freiheit, wie viel Begleitung braucht es im digitalen Raum?
- Verantwortung von Organisationen: Haltung, Richtlinien und Medienkompetenz, bevor etwas passiert.
Wie
Wir treten im Duo auf: eine Peer-Person, die ihre eigene gelebte Realität mitbringt, und ich als Fachperson mit fachlicher Einordnung. Die Peer-Perspektive zeigt, wie Liebe, Nähe und Technik im Alltag tatsächlich erlebt werden. Ich ordne ein, was das für Fachpersonen und Organisationen bedeutet.
Ein Element darf dabei nicht fehlen: Wir fragen die KI live. Vor dem Publikum stellen wir einem Chatbot echte Fragen zu Liebe und Sexualität und schauen gemeinsam auf die Antworten. Was ist hilfreich? Was ist falsch? Was fehlt? Daran wird greifbar, worüber wir sprechen.
Ablauf:
- Einstieg: Eine Frage an die KI, live
- Peer-Perspektive: Liebe und Nähe digital erleben
- Chancen: Wo KI Selbstbestimmung stärkt
- Risiken: Wo Schutz und Begleitung gefragt sind
- Was Organisationen und Fachpersonen jetzt tun können
Die Keynote eignet sich für Fachtagungen, Podien, Weiterbildungen und interne Anlässe. Auf Wunsch lässt sie sich mit einer Personalschulung oder einer Begleitung bei der Konzeptarbeit vertiefen.
Unsere Haltung: Der Algorithmus darf mitreden. Aber er darf die menschliche Begleitung nicht ersetzen. Nicht irgendwann. Jetzt.
FAQ
Nein. Wir sprechen über Menschen, nicht über Programmcode. Die Keynote richtet sich an Fachpersonen, Leitungen und Angehörige – ganz ohne technisches Vorwissen.
Nein, und das ist bewusst so. Unsere Stärke ist die inklusive Sexualpädagogik und die gelebte Erfahrung. Wir übersetzen, was KI im Alltag von Menschen mit Beeinträchtigung bedeutet und was Fachpersonen daraus ableiten können.
Weder noch. KI kann Zugang zu Wissen und Selbstbestimmung schaffen und gleichzeitig neue Risiken bringen. Entscheidend ist, wie Menschen begleitet werden. Genau darum geht es in unserer Keynote.
Für Fachpersonen aus Wohnen, Arbeit und Bildung, für Leitungspersonen von Organisationen, für Fachhochschulen und Weiterbildungsanbieter sowie für Angehörige und Interessierte, Verbände und für nicht soziale Organisationen, Kongress Veranstaltungen, Tagungen
Weil echte Wirkung dort entsteht, wo persönliche Erfahrung und fachliche Tiefe zusammenkommen. Die Peer-Person zeigt, wie Liebe und Technik im Alltag erlebt werden. Die Fachperson ordnet ein und zeigt Handlungsmöglichkeiten.
Keynote (45 -60 Minuten), Podiumsbeteiligung, Impulsreferat mit anschliessendem Workshop sowie interne Weiterbildungen. Die Inhalte passen wir an Ihren Anlass und Ihr Publikum an.
Wir stellen einem Chatbot vor dem Publikum Fragen zu Liebe, Partnerschaft und Sexualität und besprechen die Antworten gemeinsam. Dabei verwenden wir keine persönlichen Daten.
Ja, sehr gerne. Auf Anfrage passen wir Sprache und Ablauf an, zum Beispiel mit Elementen in einfacher Sprache.
Ja. Die Teilnehmenden nehmen konkrete Impulse für ihre Haltung, den Teamalltag und mögliche Richtlinien mit. Wer weiter gehen möchte, kann uns für eine Schulung oder eine Begleitung bei der Konzeptarbeit anfragen.
Das Honorar richtet sich nach Format, Dauer und Anlass. Gerne erstelle ich Ihnen ein unverbindliches Angebot.